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damals - Stroeblitz3

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damals

Die erste historische Erwähnung ist nach 1100 mit "strebilici" für Ströblitz zu finden.

Ströblitz – Ein Dorf mit viel Geschichte und ein bisschen Drama
Früher war Ströblitz ein kleines Dorf mit 14 Häusern, ein paar Bauern – und ziemlich komplizierten Besitzverhältnissen. Fast alles gehörte zur Herrschaft Weinzierl, nur drei Häuser spielten lieber im Team Freydegg.
Wenn Feinde kamen, liefen die Ströblitzer einfach zum Schloss Weinzierl – quasi der mittelalterliche „Panikraum“.

1585 gab es dann Streit um den Zehent (also Steuern in Naturalien). Kirche und Schlossherr diskutierten darüber, wer welchen Teil der Ernte bekommt. Nach einigem Hin und Her tauschte man einfach ein paar Abgaben – und nebenbei tauchen dabei die ersten bekannten Ströblitzer Namen auf: Hanns und Kilian Arbesbauer sowie Hanns Vöckher. Vermutlich standen sie daneben und hofften, dass niemand noch mehr Abgaben erfindet.
Der Schlossherr war protestantisch, also wurden einige Dorfbewohner ebenfalls protestantisch. Das führte später zu Ärger während der Gegenreformation. Manche weigerten sich, wieder katholisch zu werden – einige wurden deshalb sogar ausgewiesen. Ein besonders trauriger Fall: Ein 80-jähriger Weber durfte nach seinem Tod nicht einmal auf dem Friedhof begraben werden. Die religiösen Diskussionen waren damals also etwas… strenger moderiert als heute.

1750 wurden zwar wieder Namen der Bewohner aufgeschrieben, aber weil es noch keine Hausnummern gab, weiß heute niemand mehr genau, wer in welchem Haus wohnte – ein historisches Puzzle ohne Deckelbild.
1838 bestand Ströblitz aus 19 Häusern und 20 Familien mit insgesamt 109 Menschen. Dazu kamen jede Menge Tiere:
15 Pferde, 10 Ochsen, 26 Kühe, 31 Schafe und 40 Schweine – ein ziemlich lebendiges Dorf.

Die Bauern betrieben Ackerbau, obwohl der Boden etwas steinig war. Obst gab es wenig, Vieh gerade genug für den Eigenbedarf. Außerdem lebten im Dorf ein Schuster und ein Schneider, später auch mehrere Schneider, ein Schmied und sogar eine Hebamme.
Die Häuser standen dicht beieinander, waren mit Stroh gedeckt und lagen hübsch auf einer Anhöhe zwischen Feldern und Wiesen. Das Klima war gesund, das Wasser gut – und für die Herrschaft gab es immerhin etwas Jagdbeute: Hasen und Rebhühner.
Kurz gesagt:
Ein kleines Dorf, viele Herrschaften, religiöse Streitigkeiten, ein paar Handwerker – und genug Tiere, um ordentlich Leben in die Bude zu bringen.
Die gesamte Chronik Wieselburg (Johannes Kammerstätter) ist erhältlich am Gemeindeamt Wieselburg-Land (20,--Euro)
Kontakt:
Ströblitz, 3
3250 Wieselburg-Land
mail@stroeblitz3.at
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